Bildung - Betreuung - Erziehung
Kinder sind die Hauptpersonen in einem Kindergarten! Obwohl dieser Satz so einfach klingt, ist uns wichtig, immer wieder daran zu erinnern. Der evangelische Kindergarten Oyten, hat den gesetzlichen Auftrag zur "Erziehung, Bildung und Betreuung" von Kindern bis zum Beginn der Schulzeit.
Kindergarten heißt für die Kinder: Platz zum Lernen und Spielen - Anregungen und Hilfestellungen bekommen - aus Erfahrungen lernen - Freiraum haben - Fehler machen dürfen - Mitglied einer Gruppe sein.
Begleiten und Unterstützen
Die Erzieherinnen begleiten und unterstützen die Kinder in ihrer Entwicklung. Sie sind verläßliche Ansprechpartnerinnen. Sie beobachten die Kinder und können so individuell auf sie eingehen. Sie überblicken
den Gruppenprozess und entwickeln passende Themen und Projekte.
Im Kindergarten leben die Kinder in einer Gruppe. Sie lernen dabei, eigene Interessen durchzusetzen, aber auch sich einzuordnen, die Rechte der anderen und Regeln zu akzeptieren. Auch wenn das manchmal schwierig ist,
nehmen die Erzieherinnen ihnen diese "Zumutungen" nicht ab, sondern sie begleiten die Kinder und helfen ihnen, eigene Lösungen zu finden.
Spielen und Lernen
Kinder lernen durch Spielen - das ist ihre "Arbeit" und das Mittel der Bildung im Vorschulalter. Besonders, wenn die Kinder ihr Spiel selbst gestalten können, entwickeln sie eigene Sinnzusammenhänge und lernen dabei Fähigkeiten im körperlichen, geistigen, sozialen und emotionalen Bereich. Die Erzieherinnen schaffen Raum und Anregungen dafür.
Es ist unser Ziel, den Kindern in verschiedenen Lernbereichen möglichst unterschiedliche Erfahrungen zu ermöglichen. Das gilt in der Bewegung, beim Werken, Malen und Gestalten, in Rollenspielen, bei Kirchenbesuchen, draußen, bei Musik und Liedern, in der Küche, beim Bauen und Konstruieren, durch Sprache, Reime und Bücher, beim Umgang mit Material und Werkzeug.
Wie verläuft ein Kindergartentag?
Die Abläufe sind zwischen Kindergarten-, Krippen- und Spielgruppe unterschiedlich. In allen Gruppen geht es uns jedoch darum, den Kindern einerseits Halt und Orientierung durch eine klare Struktur zu geben, ihnen andererseits aber möglichst viel Freiraum zum selbst gestalteten Spiel und zum Lernen im eigenen Tempo zu lassen.
Täglich
Wir haben den Tagesablauf so gestaltet, dass möglichst wenige Wartezeiten für die Kinder entstehen und dass Projekte und Themen in Ruhe und ohne zeitlichen Druck durchgeführt werden können. Es gibt Rituale, und Wiederholungen, die besonders für die jüngeren Kinder eine wichtige Orientierung darstellen. Und es gibt Regeln, die vorgegeben sind und für das ganze Haus gelten oder die mit den Kindern in der Gruppe selbst abgesprochen werden.
Bis spätestens 8.30 Uhr werden die Kinder gebracht.
Dann beginnen die Kinder sofort mit dem Spiel. Angebote finden in Kleingruppen statt oder Projekte werden fortgeführt. Zwischendurch treffen sich die Kinder in kleinen Gruppen am Esstisch zu einem Imbiss.
Etwa um 10.00 Uhr trifft sich die ganze Gruppe zum „Kreis“. Da wird erzählt, gesungen, Geburtstag gefeiert und Verabredungen werden getroffen. Bei (fast) jedem Wetter gehen die Kinder anschließend nach draußen. Um ca. 11.40 Uhr treffen sich die Gruppen draußen zu einem kurzen Abschlusskreis. Ab 11.50 Uhr werden die Kinder wieder abgeholt.
Die „Spätdienstkinder“ gehen aus den Gruppen gemeinsam in die Halle und werden bis 12.30 Uhr oder 13.00 Uhr abgeholt.
Die „Mittagskinder“ treffen sich in ihrem Gruppenraum zum Mittagessen und zur anschließenden Ruhepause. Ab 13.30 Uhr werden sie dann abgeholt.
Die Ganztagsgruppe kommt zur Zeit noch aus verschiedenen Gruppen nach dem Mittagessen zusammen und hat am Nachmittag noch eine kleine Mahlzeit und verschiedene Aktionen.
Wöchentlich/ monatlich
Am „Hallentag“ darf einmal in der Woche jede Gruppe die Bewegungshalle für sich allein nutzen. Einmal im Monat gehen Kindergartenkinder mit ihrer Gruppe in die Kirche.
Neben den "normalen" Tagen gibt es Ausflüge, Besuche, Feste, Theater, Museum ...
Zur Information der Eltern gibt es an den Gruppen-Pinwänden einen Rückblick auf die vergangene Woche.
Jahresplanung
In unserer Jahresplanung haben wir besondere Projektzeiten, festliche Zeiten und „Freiräume“ vorgesehen, so dass für die Kinder ein Rhythmus von geplanten und offenen Phasen entsteht. Die Urlaubszeiten der Mitarbeiterinnen richten sich danach und es ist besonders schön, wenn sich auch die Urlaubszeiten der Familien daran orientieren.
Der Kindergarten gestaltet Feste im Jahresablauf, nimmt christliche Symbole und biblische Geschichten in seine Arbeit auf und versucht, den Kindern Antworten auf ihre religiösen Fragen zu geben. Einmal monatlich gehen
Kindergartenkinder während der Gruppenzeit in die Kirche.