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■ Das neue Kita-Gesetz in Niedersachsen ist zum Heulen!

Liebe Eltern und Freund:innen unseres Kindergartens!

Manche von euch erinnern sich vielleicht noch: vor knapp drei Jahren wurde die Beitragsfreiheit für Kitas für Kinder ab dem 3. Geburtstag eingeführt. Die Bedenken und Sorgen der Träger und Mitarbeiter:innen, dass dies auf Kosten der Qualität der Kinderbetreuung geht, wurden beschwichtigt: Es sollte ein sowohl als auch geben.

In den vergangenen Monaten nun wurde das Kita-Gesetz überarbeitet. Das Ergebnis ist – siehe oben – zum Heulen. Dazu eine Stellungnahme vom Diakonischen Werk in Niedersachsen inclusive einer Aufforderung zu einer Aktionswoche, gegen diesen Entwurf, der im März vom Landtag verabschiedet werden soll.

Novellierung des Kita-Gesetzes (NKiTaG) – Aktionsbündnis und Ideenbörse für regionale Aktionen vom 9.- 19. März

Das Kultusministerium (MK) hat einen Entwurf zur Novellierung des NKiTaG vorgelegt. Im Wesentlichen werden darin die seit fast 30 Jahren bestehenden Mindeststandards fortgeschrieben. Notwendige Verbesserungen (Stufenplan zur Einführung einer dritten Fachkraft in Kindergartengruppen, Erhöhungen von Freistellungszeiten für Leitungskräfte und von Verfügungszeiten für pädagogische Kräfte, Rechtsanspruch für Kinder mit Behinderungen auf einen integrativen Platz in einer Kita und vieles mehr) fehlen.

Die Landesregierung hatte nach der Einführung der Elternbeitragsfreiheit immer wieder beteuert, dass es sowohl Beitragsfreiheit als auch Qualitätsverbesserungen über ein neues Kita-Gesetz noch in dieser Legislaturperiode geben werde.

Leider müssen wir feststellen, dass diese Ankündigung nicht umgesetzt wird und die Landesregierung ihre Versprechungen nicht erfüllt.

Das Diakonische Werk in Niedersachsen e.V. (DWIN), die anderen Trägerverbände sowie die Gewerkschaft Verdi haben sich deshalb zu einem Aktionsbündnis zusammengeschlossen und setzen sich für notwendige Qualitätsverbesserungen im NKiTaG auf Landesebene ein.

Am 9. März ist der Startschuss für die parlamentarischen Beratungen des Gesetzentwurfs durch einen Kabinettsbeschluss zur Einbringung in den Landtag. In der folgenden Woche bis zum 19.03. tagt der Landtag und wird den Entwurf nach der ersten Lesung in den Kultusausschuss verweisen. Damit wir auf das Gesetzgebungsverfahren noch die Möglichkeit eines Einflusses haben, braucht es öffentlichkeitswirksame Aktionen ab dem 9. März.

Alle, die eine Postkarte mit oben stehendem Motiv an unsere Landtagsabgeordnete Frau Liebetruth schicken möchten, können sich bei uns per Mail die Datei zuschicken lassen. Eltern unseres Kindergartens bekommen diese per Kita-App.

Bitte unterstützt uns dabei!

Herzliche Grüße vom Kindergarten-Team!

■ Einladung zu unseren Besuchstagen

Alle Familien, deren Kind ab August 2021 eine Krippe oder einen Kindergarten besuchen soll, laden wir herzlich zum Kennenlernen unserer Einrichtung ein.

Die Besuchstage finden voraussichtlich am 06., 07., 11., 14. und 20. Januar 2021 statt.

Damit alle Familien genügend Zeit haben, bitte ich um telefonische Terminvereinbarung (Tel.: 04207-90 90 99).

Mit freundlichen Grüßen

Ihre Martina Laute-Voßwinkel

■ Marte Meo: das gesamte pädagogische Team erreicht das Zertifikat zum Practitioner

Pünktlich zu Beginn des neuen Kindergartenjahres absolvierte das gesamte pädagogische Team des Evangelischen Kindergarten Oyten die Ausbildung zum „Marte Meo Practitioner“.

Im Zeitraum von Januar bis August lernten die pädagogischen Fachkräfte unseres Kindergartens einschließlich ihrer Fachberaterin Nicole Rüter an 6 Tagen, die Marte-Meo-Methode einzusetzen.

Für eine qualitativ hochwertige und entwicklungsunterstützende Interaktion zwischen pädagogischer Fachkraft und Kind hat sich die Marte Meo Methode, entwickelt von Maria Aarts aus den Niederlanden, als ganzheitliche und effektive Methode etabliert. Grundlage für eine genaue Beobachtung und die anschließende Analyse sind Video-Aufnahmen, die die Interaktion von pädagogischer Fachkraft und dem Kind / den Kindern zeigen. Eine gute pädagogische Arbeit zeichnet sich durch eine verlässliche und tragfähige Beziehung zwischen Erwachsenen und Kindern aus.

Gerade Kinder mit Verhaltensweisen, die viel Aufmerksamkeit hervorrufen, erfordern eine genaue Analyse, wie auf ressourcen-orientierte Weise mit ihnen umgegangen werden kann. Die Frage „Was kann das Kind schon, um seinen innere Schatz zu heben“ ist wesentlich in der Marte-Meo-Methode.

Hier forschen Erzieherinnen innerhalb einer Beratung danach, was das einzelne Kind stärkt, worauf man als pädagogische Fachkraft aufbauen kann und welche Bausteine dazu dienen, dass eine gute Weiterentwicklung stattfinden kann. „Entwicklung aktivieren statt Probleme zu kompensieren“ ist der Kerngedanke der Marte- Meo-Methode und fasst die Grundhaltung zusammen: In jedem Kind stecken eigene Kräfte, die aktiviert werden können und nicht problematisiert werden sollen.

Die sechstägige Ausbildung endete mit einer Abschluss-Präsentation, in der jede Mitarbeiterin eine eigene Video-Sequenz analysierte. Anschließend erhielt jede der pädagogischen Fachkräfte ihr Zertifikat und ist nun Marte Meo Practitioner.

Auf die Frage, was sie persönlich am meisten an der Methode schätzen, antworteten die pädagogischen Fachkräfte: „Ich habe einen besseren Blick auf das Positive“ , „Ich lasse den Kindern mehr Zeit, etwas selbst auszuprobieren und zu lösen“, „Die Beschäftigung mit Marte Meo hat ganz viel Achtsamkeit hervorgerufen. Dies belohnt mich und alles um mich herum“, „Auch bei sehr kurzen Videosequenzen lässt sich sehr viel positives herausfiltern. Das ist ein guter Ansatz für das weitere Verhalten in Bezug auf das einzelne Kind“

„Es war eine gut investierte Zeit für das pädagogische Team. Vielen Dank an die Eltern, die an einzelnen Tagen eine andere Betreuungsmöglichkeit für ihr Kind organisieren mussten. Letztlich kommt diese Ausbildung den Kindern auf jeden Fall zugute!“, so die Leiterin des Kindergartens, Martina Laute-Voßwinkel.

■ Partizipation im Kindergarten: Beteiligungsprojekt 2016

Beteiligungsprojekt 2016: Jede/Jeder hat die Möglichkeit zur Nutzung und Gestaltung der Bewegungshalle im Kindergarten

Im September und Oktober führten die pädagogischen Mitarbeiterinnen mit den Kindern von drei bis sechs Jahren  ein Beteiligungsprojekt durch.

Ein Beteiligungsprojekt hat allgemein das Ziel, dass Kinder Grundformen einer demokratischen Entscheidung kennenlernen und vertiefen. Dazu gehört z. b. sich eine Meinung bilden zu können und diese dann auch auszudrücken. Methoden werden erlernt  und geübt, wie Abzustimmen, einen Konsens zu finden, Delegierte zu wählen, als Delegierter das Wohl und Wollen der Gruppe im Blick zu haben und nicht (nur) seine eigenen Interessen, Mehrheiten zu akzeptieren und Kompromisse zu finden.

Zunächst trug das pädagogische Kindergarten-Team mögliche Themen für ein Projekt zusammen. Vorschläge waren: Vergabe der Laufräder im Garten, Gestaltung des Morgenkreises, Aufräumen, Regeln im Haus, Aufbau und Angebot in der Bewegungshalle.

Die Abstimmung ergab den Aufbau der Halle und alle Pädagoginnen konnten sich dieses Thema vorstellen, auch wenn sie einen anderen Vorschlag eingebracht hatten.

Als nächstes planten wir eine neue Vorgehensweise für unsere Bewegungshalle. Die Kinder sollten zukünftig mitentscheiden können, welche Bewegungsbaustelle aufgebaut wird, ob andere Möglichkeiten angeboten werden, wie z. B. Spiellieder, Tanz und Bewegungsspiele und wer für einen bestimmten Zeitraum auswählt und aufbaut.

Damit Kinder ein Bild von ihren Entscheidungsmöglichkeiten bekommen und wie am Ende die Mitbestimmung geregelt wird, mussten verschiedene Schritte geplant und durchgeführt werden.

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Wir laden alle ein, sich hier zu informieren und sich inspirieren zu lassen:

partizipationsprojekt-2016